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Solar und Wärmepumpe: Das perfekte Dreamteam für günstiges Heizen

Eine Wärmepumpe verbraucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom – die Kombination liegt auf der Hand. Aber wie gut harmonieren die beiden Technologien wirklich? Die Antwort: besser als jede andere Kombination im Gebäudeenergiebereich. Eine gut dimensionierte PV-Anlage deckt 30–50 % des Wärmepumpen-Strombedarfs durch Eigenverbrauch. Bei Gestehungskosten von 8–12 Cent pro kWh statt 27–36 Cent Netzstrom spart das 500–1.200 € im Jahr – und die Amortisation beider Systeme beschleunigt sich gegenseitig.

Dieses Zusammenspiel funktioniert allerdings nicht automatisch. Die PV-Anlage erzeugt den meisten Strom im Sommer, die Wärmepumpe braucht den meisten Strom im Winter. Wer die Kombination optimal nutzen will, muss Dimensionierung, Speicher und Steuerung aufeinander abstimmen. Dieser Artikel zeigt, wie das gelingt – mit konkreten Zahlen, Dimensionierungshilfen und einer Vollkostenrechnung.

Warum sich PV und Wärmepumpe ideal ergänzen

Das Grundprinzip: Drei Wege der Kostenersparnis

Die Kombination PV + Wärmepumpe spart auf drei Wegen gleichzeitig Geld:

  1. Eigenverbrauch senkt die Stromkosten. Jede kWh Solarstrom, die direkt in die Wärmepumpe fließt, kostet nur 8–12 Cent statt 27 Cent (WP-Tarif) oder 36 Cent (Haushaltsstrom). Das ist eine Ersparnis von 15–28 Cent pro kWh.

  2. Die Wärmepumpe erhöht den Eigenverbrauchsanteil der PV-Anlage. Ohne Wärmepumpe liegt der Eigenverbrauch einer typischen PV-Anlage bei 25–35 %. Mit Wärmepumpe steigt er auf 40–55 %, weil die WP als flexibler Verbraucher den Solarstrom „auffängt".

  3. Der Batteriespeicher wird effizienter genutzt. Ein Speicher, der sowohl Haushaltsstrom als auch WP-Strom puffert, hat eine höhere Zyklenauslastung und kürzere Amortisation.

Das Zeitproblem – und seine Lösung

Das offensichtliche Problem: Die PV-Anlage produziert am meisten, wenn die Wärmepumpe am wenigsten braucht. Im Juli liefert die PV-Anlage 5–6 kWh pro kWp installierter Leistung, die Wärmepumpe braucht aber nur Strom für Warmwasser (2–4 kWh/Tag). Im Januar dreht sich das Verhältnis um: Die PV liefert nur 0,5–1,0 kWh pro kWp, aber die Wärmepumpe benötigt 20–40 kWh am Tag.

Die Lösung liegt in einer realistischen Erwartungshaltung und intelligenter Steuerung:

Monat PV-Ertrag (10 kWp) WP-Verbrauch (5.600 kWh/a) Direkt-Eigenverbrauch Deckungsgrad
Januar 280 kWh 870 kWh 120 kWh 14 %
März 750 kWh 650 kWh 250 kWh 38 %
Mai 1.200 kWh 250 kWh 200 kWh 80 %
Juli 1.350 kWh 150 kWh 130 kWh 87 %
Oktober 550 kWh 500 kWh 210 kWh 42 %
Dezember 200 kWh 950 kWh 90 kWh 9 %
Gesamt 9.500 kWh 5.600 kWh 1.900 kWh 34 %

Ohne Batteriespeicher deckt die PV-Anlage rund 34 % des WP-Stroms direkt. Mit einem Batteriespeicher (8–10 kWh) steigt der Deckungsgrad auf 45–50 %. Den Winterbedarf kann keine wirtschaftlich sinnvolle PV-Anlage vollständig abdecken – das ist physikalisch bedingt und kein Designfehler.

Warmwasser als kostenloser Speicher: Die Wärmepumpe kann tagsüber den Warmwasserspeicher auf 55–60 °C aufheizen, wenn die PV-Anlage Strom liefert. Das sind 3–5 kWh „gespeicherte" Energie ohne zusätzliche Hardware. Viele moderne Wärmepumpen haben eine SG-Ready-Schnittstelle, die genau das automatisch steuert.


Dimensionierung: Wie groß sollte die PV-Anlage sein?

Die richtige PV-Größe hängt vom Stromverbrauch der Wärmepumpe, der Dachfläche und dem Haushaltsstromverbrauch ab. Die Wärmepumpe allein sollte nicht die Dimensionierung bestimmen – die PV-Anlage versorgt schließlich auch den Haushalt und speist überschüssigen Strom ins Netz ein.

Faustformel

PV-Leistung (kWp) = (Haushaltsstrom + WP-Strom) × 1,2 ÷ 950

Der Faktor 1,2 berücksichtigt, dass nicht aller Strom direkt verbraucht wird (Einspeiseanteil). Die 950 stehen für den mittleren spezifischen Ertrag in Deutschland (kWh pro kWp und Jahr).

Dimensionierungstabelle

Haushaltsstrom (kWh/a) WP-Strom (kWh/a) Gesamtbedarf Empfohlene PV-Leistung Benötigte Dachfläche
3.000 3.000 6.000 kWh 7–8 kWp 35–40 m²
4.000 4.000 8.000 kWh 9–11 kWp 45–55 m²
4.500 5.600 10.100 kWh 12–14 kWp 60–70 m²
5.000 7.000 12.000 kWh 14–16 kWp 70–80 m²

Annahme: 5 m² Dachfläche pro kWp bei Aufdach-Montage, mittlerer Standort in Deutschland

Wechselrichter-Dimensionierung

Der Wechselrichter sollte auf 70–90 % der PV-Nennleistung dimensioniert werden. Bei einer 10-kWp-Anlage genügt ein 8-kW-Wechselrichter, weil die Spitzenleistung nur an wenigen Stunden im Jahr erreicht wird. Die sogenannte „Unterdimensionierung" ist kein Nachteil, sondern senkt die Investitionskosten bei minimalem Ertragsverlust (1–3 %). Mehr dazu im Artikel Solaranlage planen.


Batteriespeicher: Sinnvoll oder Luxus?

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil und damit die Ersparnis – aber er kostet auch 5.000–12.000 €. Die Frage ist: Rechnet sich das?

Eigenverbrauch mit und ohne Speicher

Konfiguration Eigenverbrauchsanteil (PV → WP) Eigenverbrauchsanteil (PV → gesamt) Autarkiegrad
PV 10 kWp, ohne Speicher 34 % 30 % 35 %
PV 10 kWp + 5 kWh Speicher 42 % 45 % 50 %
PV 10 kWp + 10 kWh Speicher 48 % 55 % 60 %
PV 10 kWp + 15 kWh Speicher 51 % 60 % 65 %

Die ersten 5 kWh Speicherkapazität bringen den größten Sprung: +15 Prozentpunkte beim Eigenverbrauch. Jede weitere kWh bringt immer weniger Zusatznutzen. Ein 10-kWh-Speicher ist für die meisten Haushalte der wirtschaftliche Sweet Spot.

Wirtschaftlichkeit des Speichers

Position Ohne Speicher Mit 10 kWh Speicher
Zusätzlicher Eigenverbrauch +2.500 kWh/a
Eingespartes Geld (Δ 17 ct/kWh) 425 €/a
Speicherkosten 8.000 €
Amortisation Speicher ~19 Jahre
Speicher + weniger Einspeisung Netto-Vorteil ~300 €/a

Die reine Amortisation des Speichers dauert mit aktuellen Preisen rund 19 Jahre – bei einer typischen Lebensdauer von 15–20 Jahren also grenzwertig. Der Speicher rechnet sich vor allem, wenn:

  • Der Haushaltsstrompreis hoch ist (>0,35 €/kWh)
  • Keine Einspeisevergütung mehr gezahlt wird (Post-EEG-Anlagen)
  • Notstromfähigkeit gewünscht ist
  • Ein dynamischer Stromtarif genutzt wird (Laden zu niedrigen Börsenpreisen)

Speicher-Faustregel: 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Haushaltsstrom + 5.600 kWh WP-Strom = 10.100 kWh braucht einen 10-kWh-Speicher. Mehr als 1,5 kWh pro 1.000 kWh bringt kaum noch wirtschaftlichen Zusatznutzen.


Wirtschaftlichkeitsrechnung: Die Kombination im Detail

Die folgende Rechnung vergleicht vier Szenarien für einen sanierten Altbau (150 m², 16.800 kWh Wärmebedarf, 4.500 kWh Haushaltsstrom, Luft-Wasser-WP mit JAZ 3,0).

Jährliche Betriebskosten

Position Gas + Netzstrom WP + Netzstrom WP + PV (10 kWp) WP + PV + Speicher (10 kWh)
Heizung Energiekosten 2.240 € 1.512 € 1.075 € 910 €
Haushaltsstrom 1.620 € 1.620 € 1.130 € 850 €
Einspeisevergütung –480 € –320 €
Wartung Heizung 280 € 150 € 150 € 150 €
Gesamtkosten/Jahr 4.140 € 3.282 € 1.875 € 1.590 €
Ersparnis ggü. Gas 858 € 2.265 € 2.550 €

Investitions- und Vollkostenrechnung (20 Jahre)

Position Gas + Netzstrom WP + Netzstrom WP + PV WP + PV + Speicher
Investition Heizung 12.000 € 30.000 € 30.000 € 30.000 €
Investition PV-Anlage 14.000 € 14.000 €
Investition Speicher 8.000 €
BEG-Förderung WP –12.000 € –12.000 € –12.000 €
Netto-Investition 12.000 € 18.000 € 32.000 € 40.000 €
Betriebskosten 20 J. 99.400 € 79.200 € 44.400 € 37.400 €
Gesamtkosten 20 J. 111.400 € 97.200 € 76.400 € 77.400 €
Ersparnis ggü. Gas 14.200 € 35.000 € 34.000 €

Die Kombination WP + PV (ohne Speicher) ist über 20 Jahre die günstigste Option: 35.000 € weniger als Gas + Netzstrom. Mit Speicher ist die Ersparnis ähnlich hoch, weil die Speicher-Investition die zusätzliche Stromkostenersparnis fast aufzehrt. Der Speicher lohnt sich primär aus Komfort- und Autarkiegründen.

Annahmen der Rechnung: Gaspreissteigerung 3 %/a (inkl. CO₂-Abgabe), Strompreissteigerung 1,5 %/a, PV-Degradation 0,5 %/a, Speicher-Ersatz nach 15 Jahren nicht eingerechnet, Einspeisevergütung 8,1 ct/kWh (Inbetriebnahme 2026). Ohne Kapitalkosten/Zinsen.


SG Ready: Die intelligente Verbindung

Moderne Wärmepumpen und PV-Wechselrichter kommunizieren über die SG-Ready-Schnittstelle (Smart Grid Ready). Dieses standardisierte Protokoll ermöglicht vier Betriebszustände:

SG-Ready-Status Bedeutung PV-Bezug
1 – Sperre WP gesperrt (z. B. bei Netzüberlastung) Kein Betrieb
2 – Normal Normalbetrieb nach Heizkurve Netzstrom
3 – Empfehlung Erhöhter Betrieb empfohlen (PV-Überschuss) Solarstrom verfügbar
4 – Anlauf Erzwungener Betrieb (viel PV-Überschuss) Viel Solarstrom

Wie SG Ready den Eigenverbrauch steigert

Im Status 3 und 4 erhöht die Wärmepumpe die Warmwassertemperatur (z. B. auf 55 statt 48 °C) oder heizt den Pufferspeicher stärker auf. Dadurch wird Solarstrom in Form von Wärme „zwischengespeichert" – ohne teure Batteriespeicher. In der Praxis steigert SG Ready den solaren Deckungsgrad der Wärmepumpe um 5–10 Prozentpunkte.

Voraussetzungen:

  • Wärmepumpe mit SG-Ready-Schnittstelle (seit 2020 Standard bei allen Markenherstellern)
  • Wechselrichter oder Energiemanager mit SG-Ready-Ausgang
  • Verbindungskabel (2-adrig) zwischen Wechselrichter und Wärmepumpe

Die Einrichtung ist in der Regel in 30 Minuten erledigt und kostet nichts außer dem Kabel. Trotzdem wird SG Ready bei geschätzt 60 % der installierten Systeme nicht aktiviert – ein verschenktes Einsparpotenzial von 150–300 € pro Jahr.


Praxisbeispiel: Familie Müller, saniertes Einfamilienhaus

Ausgangslage

  • Gebäude: 160 m², Baujahr 1992, Fassade gedämmt, neue Fenster
  • Bewohner: 4 Personen
  • Bisherige Heizung: Gas-Brennwertkessel, 22 Jahre alt
  • Gaskosten 2025: 2.650 €/a (inkl. Warmwasser)
  • Haushaltsstrom: 4.800 kWh/a (1.728 €/a bei 0,36 €/kWh)

Umstieg auf WP + PV

  • Wärmepumpe: Luft-Wasser, 10 kW, JAZ 3,1
  • PV-Anlage: 12 kWp Süd-West, 30° Neigung
  • Batteriespeicher: 10 kWh
  • Investition: WP 28.000 € + PV 16.000 € + Speicher 9.000 € = 53.000 €
  • BEG-Förderung (50 %): –14.000 € → Netto: 39.000 €

Ergebnis nach dem ersten Jahr

Position Vorher (Gas + Netzstrom) Nachher (WP + PV + Speicher)
Heizkosten 2.650 € 980 €
Haushaltsstrom 1.728 € 720 €
Einspeisevergütung –420 €
Wartung 320 € 150 €
Gesamtkosten 4.698 € 1.430 €
Jährliche Ersparnis 3.268 €

Amortisation der Netto-Investition: 39.000 € ÷ 3.268 € = 12 Jahre

Mit steigenden Gas- und Strompreisen verkürzt sich die Amortisation auf geschätzt 10 Jahre. Danach spart Familie Müller dauerhaft über 3.000 € pro Jahr.


Häufige Fehler bei der Kombination

1. PV-Anlage zu klein dimensioniert

Wer die PV-Anlage nur für den Haushaltsstrom auslegt und dann eine Wärmepumpe nachrüstet, verschenkt Potenzial. Die Wärmepumpe erhöht den Stromverbrauch um 3.000–6.000 kWh. Besser: Bei der PV-Planung den WP-Bedarf gleich mitberücksichtigen – auch wenn die Wärmepumpe erst später kommt.

2. SG Ready nicht aktiviert

Die Verbindung zwischen Wechselrichter und Wärmepumpe wird bei der Installation vergessen oder aus Zeitmangel nicht konfiguriert. Das kostet 150–300 € Ersparnis pro Jahr. Nach der Installation prüfen, ob SG Ready aktiv ist und die Wärmepumpe bei PV-Überschuss tatsächlich reagiert.

3. Warmwasserspeicher zu klein

Ein 200-Liter-Speicher ist für eine WP ohne PV ausreichend. Mit PV sollte er mindestens 300 Liter fassen, besser 400 Liter. Der größere Speicher ermöglicht es, mittags bei Sonnenschein mehr Warmwasser auf Vorrat zu produzieren. Die Mehrkosten von 200–400 € für den größeren Speicher amortisieren sich in einem Jahr.

4. Batteriespeicher überdimensioniert

Mehr als 15 kWh Speicherkapazität bringt bei einem Einfamilienhaus kaum noch zusätzlichen Eigenverbrauch. Die letzten 5 kWh eines 15-kWh-Speichers werden nur an wenigen Tagen im Jahr vollständig genutzt. Daumenregel: maximal 1,5 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.

5. Heizstab statt Wärmepumpe ansteuern

Manche Installationen nutzen bei PV-Überschuss einen elektrischen Heizstab (COP 1,0) statt die Wärmepumpe (COP 3–4). Das verschwendet 70 % des Solarstroms. Die Wärmepumpe sollte immer Vorrang vor dem Heizstab haben – der Heizstab darf nur für die Legionellenschaltung oder als Notfall-Backup laufen.


Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine PV-Anlage für die Wärmepumpe?

Ja, fast immer. Die PV-Anlage senkt die Stromkosten der Wärmepumpe um 30–50 %. Bei einem WP-Stromverbrauch von 5.000 kWh und 40 % solarer Deckung spart das rund 340 € pro Jahr allein beim Heizstrom. Zusammen mit dem eingesparten Haushaltsstrom und der Einspeisevergütung liegt die Gesamtrendite einer PV-Anlage typisch bei 6–10 % pro Jahr.

Wie viel kWp PV brauche ich für eine Wärmepumpe?

Als Faustregel: 1 kWp pro 1.000 kWh Gesamtstromverbrauch (Haushalt + Wärmepumpe), multipliziert mit 1,2. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Haushaltsstrom und 5.000 kWh WP-Strom braucht also rund 11–12 kWp. Das entspricht einer Dachfläche von 55–60 m².

Brauche ich einen Batteriespeicher?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei 30–35 %, mit einem 10-kWh-Speicher bei 55–60 %. Die Wirtschaftlichkeit des Speichers hängt vom Strompreis ab: Ab 0,30 €/kWh Haushaltsstrom lohnt sich ein Speicher in der Regel.

Funktioniert die Kombination auch im Winter?

Eingeschränkt. Im Dezember und Januar liefert die PV-Anlage nur 5–10 % des WP-Bedarfs. Die Hauptwirkung entfaltet die Kombination in den Übergangsmonaten (März–Mai, September–November), wenn sowohl nennenswerte PV-Erträge als auch Heizbedarf vorliegen. Der Sommer deckt den WP-Warmwasserbedarf nahezu vollständig solar.

Was ist SG Ready und brauche ich das?

SG Ready ist eine standardisierte Schnittstelle, die Wärmepumpe und PV-Wechselrichter verbindet. Bei PV-Überschuss wird die Wärmepumpe angewiesen, Warmwasser oder Pufferspeicher stärker aufzuheizen. Das steigert den Eigenverbrauch um 5–10 Prozentpunkte und spart 150–300 € pro Jahr. Die Aktivierung ist kostenlos und sollte bei jeder WP+PV-Installation Standard sein.


Fazit – Zusammen stärker als allein

Auf den Punkt: PV-Anlage und Wärmepumpe sind einzeln schon wirtschaftlich sinnvoll – zusammen entfalten sie ihr volles Potenzial. Die PV-Anlage senkt die WP-Betriebskosten um 30–50 %, die Wärmepumpe steigert den PV-Eigenverbrauch um 10–20 Prozentpunkte. Die Kombination spart gegenüber Gasheizung + Netzstrom rund 2.000–2.500 € pro Jahr. Über 20 Jahre sind das 35.000 € weniger Gesamtkosten. Entscheidend für den Erfolg: richtige Dimensionierung (1 kWp pro 1.000 kWh Verbrauch × 1,2), SG-Ready-Aktivierung und ein ausreichend großer Warmwasserspeicher. Der Batteriespeicher ist kein Muss, verbessert aber den Komfort und die Autarkie. Wer neu baut oder die Heizung austauscht, sollte PV und Wärmepumpe immer gemeinsam planen – die Synergie ist zu groß, um sie zu verschenken.


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